10. Juli 2007
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10. Juli 2007
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FH Lohnstudie 2007: Chefs verdienen rund 160 000 Franken

Von Schmid Toni

Kategorie: Bewerbung, FH Schweiz, Human Resources, Information Technologie, Karriere, Lohnstudien, Thema der Woche

Absolvierende einer Schweizer Fachhochschule (FH) sind in der Mehrzahl in Kaderpositionen tätig. Dies zeigt die «FH Lohnstudie 2007», die von der FH SCHWEIZ herausgegeben wird.

Die «FH Lohnstudie 2007» der FH SCHWEIZ bestätigt es: 67 Prozent der Absolvierenden einer Fachhochschule bekleiden eine Kaderposition. Beispielsweise zeichnen sie verantwortlich für die Produktion eines Industriebetriebes, sie leiten die Finanzen in einem Grossunternehmen oder führen die Geschäfte eines kleinen Unternehmens. 14 Prozent der FH-Absolvierenden sind im oberen Kader tätig, dort werden sie im laufenden Jahr durchschnittlich 158 700 Franken verdienen. Im mittleren Kader liegt der Durchschnittslohn bei 122 200 Franken, auf tieferer Kaderstufe sind es noch 105 500 Franken.

Die Lohnstudie unterstreicht im Weiteren, dass den FH-Absolvierenden der Übergang von Studium ins Erwerbsleben problemlos gelingt: 91 Prozent der Betriebsökonomen FH fanden umgehend nach Studienabschluss beziehungsweise innerhalb von drei Monaten eine entsprechende Anstellung; bei den Ingenieuren FH waren es sogar 94 Prozent.

Eher überraschend hingegen ist die Tatsache, dass nur 3 Prozent der FH-Absolvierenden selbstständig erwerbend sind. Die Gründung einer eigenen Firma scheint für Betriebsökonomen FH sowie Ingenieuren FH nur selten eine Option zu sein.

Fokus: Betriebsökonomen FH

3 453 Betriebsökonomen FH haben sich aktiv an dieser Lohnumfrage beteiligt. Lag der Durchschnittslohn im Jahre 2005 bei 118 100 Franken, ist er 2007 bei 115 800 Franken. Betriebsökonomen FH verdienen im Schnitt 121 300 Franken, ihre Kolleginnen 97 300 Franken – sprich: satte 24 000 Franken weniger. Dieser eindrückliche Betrag unterstreicht, dass bei der Lohnfrage noch sehr grosse geschlechterspezifische Unterschiede vorherrschen. Die eigentlichen «Lohn-Gewinner» sind die über 40-Jährigen: Sie konnten ihren Durchschnittslohn im Vergleich zu 2005 um rund 2 300 Franken auf 154 900 Franken erhöhen.

122 200 Franken im IT-Bereich

Betriebsökonomen FH, die in der IT-Branche tätig sind, erwarten in diesem Jahr einen durchschnittlichen Lohn von 122 200 Franken. Zwei Jahre zuvor lag dieser Wert bei 121 800 Franken – folglich: Der Lohn blieb auf dem gleichen Niveau.

Leicht tiefer liegt der durchschnittliche Lohn für diejenigen, die in einem grösseren Unternehmen in der IT-Abteilung arbeiten: Sie erwarten im Schnitt 120 700 Franken.

120 700 Franken im Versicherungsbereich

Ähnliche Erwartungen hegen Betriebsökonomen FH, die im Versicherungsumfeld einer Tätigkeit nachgehen: Sie rechnen mit einem Durchschnittslohn von 120 700 Franken für das 2007. Dies sind 3 200 Franken mehr als noch im Jahr 2005. Wer im Bereich Treuhand tätig ist, darf sich im Schnitt auf 124 400 Franken freuen, in der Unternehmensberatung sind es 124 000 Franken.

Vermögensverwaltung mit hohen Boni

Vergleicht man die Bonusauszahlungen bei den Betriebsökonomen FH von 2007 mit denjenigen von 2005, so ist eine Erhöhung festzustellen: Im Schnitt erhält ein Betriebsökonom FH, der Anrecht auf einen Bonus hat, 14 200 Franken, zwei Jahre zuvor 13 000 Franken, mithin ein Plus von 1 200 Franken. In der IT-Branche Tätige erwarten einen durchschnittlichen Bonus von 15 000 Franken, in der Versicherungsbranche 13 400 Franken, in der Vermögensverwaltung 19 900 Franken und im Treuhandwesen 14 100 Franken.

Fokus: Ingenieure FH

Ein Ingenieur FH wird im 2007 im Schnitt 114 300 Franken verdienen. Dies sind 500 Franken mehr als noch zwei Jahre zuvor. Auch hier besteht ein eindrückliches Lohngefälle zwischen Ingenieurinnen und Ingenieuren: Eine Ingenieurin FH wird durchschnittlich 91 500 Franken verdienen, Ingenieure FH dagegen 115 000 Franken (Differenz von 23 500 Franken). Wie bei den Betriebsökonomen FH dürfen sich die über 40-Jährigen auf eine schwerere Lohntüte im 2007 freuen: Sie verdienen im Schnitt 133 100 Franken, 1 600 Franken mehr als 2005.

108 400 Franken in der IT-Branche

Ingenieure FH, die in der IT-Branche arbeiten, kommen im Schnitt auf einen Lohn von 108 400 Franken. Damit ist der Durchschnittslohn in den letzten zwei Jahren um 1 500 Franken zurückgegangen. Wer als Ingenieur FH hingegen in einer IT-Abteilung in einem grösseren Unternehmen tätig ist, verdient mehr - nämlich 111 400 Franken.

Kaum erhöhte Boni bei Ingenieuren FH

Im Schnitt erhält ein Ingenieur FH dieses Jahr einen Bonus von 9 200 Franken. Dies sind 1 000 Franken mehr als 2005. Wer in der IT-Branche tätig ist, darf mit 9 000 Franken rechnen, in etwa gleich viel wie zwei Jahre zuvor. Grosse Verlierende im Zusammenhang mit Bonusauszahlen sind Ingenieure FH, die in der Telekommunikation arbeiten: Sie erhalten im Schnitt 2 100 Franken weniger als im 2005.

Zur Lohnstudie:

Für die «FH Lohnstudie 2007» der FH SCHWEIZ wurden 17 000 Absolvierende einer Schweizer Fachhochschule der Fachrichtungen Technik, Architektur und Life Science, Wirtschaft und Dienstleistung, Agronomie und Angewandte Psychologie angefragt. 5 722 Absolvierende haben an der Umfrage mitgemacht. Die Umfrage wurde durch das Marktforschungsinstitut amPuls durchgeführt. Die Studie erscheint als Broschüre Ende Juni 2007 und kostet 50 Franken, mit zusätzlicher CD-ROM 100 Franken.

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Schmid Toni: ist Betriebsökonom FH und leitet die Geschäftsstelle der FH SCHWEIZ in Zürich. Die FH SCHWEIZ ist der Dachverband der Absolvierenden einer Fachhochschule und zählt 31 000 Mitglieder.
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